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Resumo do episódio
Bob Dylan, der wiedergeborene Christ? Er meinte das sehr ernst. Ab Ende der 1970er Jahre kamen drei Alben mit Bekenntnissen und biblischen Bildern heraus, musikalisch zum Teil herausragend. Anfang der 1980er war es damit vorbei. Bob Dylan geriet künstlerisch in eine Sackgasse. Zwar nahm er nach wie vor Alben auf und hatte ein treues Konzertpublikum. Aber Dylan zweifelte an sich, an seiner Stimme, an den Aufnahmen seiner neuen Lieder, auch wenn zahlreiche hochkarätige Musiker sich geradezu darum rissen, mit ihm aufzunehmen. Erst mit dem Kanadier Daniel Lanois fand er einen Produzenten, der seine Lieder so einfangen konnte, dass ihre Stärke klar wurde. Das Album „Oh Mercy“, 1989, wurde zum künstlerischen Wendepunkt, wieder einmal. Düstere Westernballaden, gospelartige Hymnen, scheinbar einfache Folksongs – Dylan schuf Lieder voller Tiefe und literarischer Güte. Mit „Time Out Of Mind“, einige Jahre später, stieß er dann die Tür zu einem großen Alterswerk auf. Musikliste: Slow Train Coming (1979): Gotta serve…
Bob Dylan, der wiedergeborene Christ? Er meinte das sehr ernst. Ab Ende der 1970er Jahre kamen drei Alben mit Bekenntnissen und biblischen Bildern heraus, musikalisch zum Teil herausragend. Anfang der 1980er war es damit vorbei. Bob Dylan geriet künstlerisch in eine Sackgasse. Zwar nahm er nach wie vor Alben auf und hatte ein treues Konzertpublikum. Aber Dylan zweifelte an sich, an seiner Stimme, an den Aufnahmen seiner neuen Lieder, auch wenn zahlreiche hochkarätige Musiker sich geradezu darum rissen, mit ihm aufzunehmen. Erst mit dem Kanadier Daniel Lanois fand er einen Produzenten, der seine Lieder so einfangen konnte, dass ihre Stärke klar wurde. Das Album „Oh Mercy“, 1989, wurde zum künstlerischen Wendepunkt, wieder einmal. Düstere Westernballaden, gospelartige Hymnen, scheinbar einfache Folksongs – Dylan schuf Lieder voller Tiefe und literarischer Güte. Mit „Time Out Of Mind“, einige Jahre später, stieß er dann die Tür zu einem großen Alterswerk auf. Musikliste: Slow Train Coming (1979): Gotta serve…
Episódios
Bob Dylan - die späten Jahre (1)
OuvidoBob Dylan, der wiedergeborene Christ? Er meinte das sehr ernst. Ab Ende der 1970er Jahre kamen drei Alben mit Bekenntnissen und biblischen Bildern heraus, musikalisch zum Teil herausragend. Anfang der 1980er war es damit vorbei. Bob Dylan geriet künstlerisch in eine Sackgasse. Zwar nahm er nach wie vor Alben auf und hatte ein treues Konzertpublikum. Aber Dylan zweifelte an sich, an seiner Stimme, an den Aufnahmen seiner neuen Lieder, auch wenn zahlreiche hochkarätige Musiker sich geradezu darum rissen, mit ihm aufzunehmen. Erst mit dem Kanadier Daniel Lanois fand er einen Produzenten, der seine Lieder so einfangen konnte, dass ihre Stärke klar wurde. Das Album „Oh Mercy“, 1989, wurde zum künstlerischen Wendepunkt, wieder einmal. Düstere Westernballaden, gospelartige Hymnen, scheinbar einfache Folksongs – Dylan schuf Lieder voller Tiefe und literarischer Güte. Mit „Time Out Of Mind“, einige Jahre später, stieß er dann die Tür zu einem großen Alterswerk auf. Musikliste: Slow Train Coming (1979): Gotta serve…
Bob Dylan - die mittleren Jahre
OuvidoEin Folksänger, ein Rockmusiker, ein Jugendidol, das keines sein wollte. Bob Dylan hatte die Popmusik Ende der 1960er Jahren schon mehrfach stark geprägt mit seinen lyrischen und politischen Texten, mit kraftvoller Musik. Nach einem Motorradunfall hatte er sich mit seiner Familie in das Künstlerstädtchen Woodstock zurückgezogen. Nach dieser Pause weitete Dylan sein künstlerisches Schaffen aus: Countrymusik, Bluesrock, Bluegrass, Coverversionen – so manchen Fan irritierte er damit, ebenso wie mit folgenden radikalen Wendungen. Zwischenzeitlich trat er wieder mit „The Band“ auf und belebte alte und neue Werke mit kraftvoller Rockmusik. Mitte der 1970er Jahre schuf Dylan spätestens mit den Alben „Blood On The Tracks“ und „Desire“ neue Meilensteine, bittere Abschiedsgesänge, brennende Anklagen, zarte Balladen. Auf der sogenannten Rolling Thunder-Tournee versammelte er alte und neue Weggefährten und zog als chaotischer Musik-Wanderzirkus von Stadt zu Stadt. Aber Dylan stand auch da erst auf der Schwelle zu noch…
Nick Drake
OuvidoNick Drake ist eine der großen Schattengestalten der Popmusik. Seine traumschönen Lieder bezaubern heute noch die Welt, zu Lebzeiten jedoch waren sie nur wenigen bekannt. Drei Alben nahm der britische Singer/Songwriter ab Ende der 60er Jahre auf, melancholische Folkmelodien, die gut zu seiner Stimme und seinem markanten Gitarrenspiel passten. Nick Drake war zeitlebens ein Grübler und Außenseiter, er wurde durch den Misserfolg seines ersten Albums schwer erschüttert. Drogenexperimente und eine Neigung zu Depressionen belasteten ihn schwer. Dennoch nahm er zwei weitere Alben auf, bevor ein Suizid sein Leben beendete. Die leuchtenden Lieder dieser tragischen Figur der Musikgeschichte wirken aber noch heute, nicht zuletzt eine Fernsehwerbung brachte sie Millionen Menschen auch im neuen Jahrtausend näher und verschafften ihm schließlich die Anerkennung, die ihm zu Lebzeiten versagt geblieben ist. Musikliste: Five Leaves Left (1969): Time has told me, River Man, Three hours, Way to blue, Day is done, Cello song,…
R.E.M. (3)
OuvidoR.E.M. blieben erfolgreich. Die folgenden Alben in den 1990ern fanden zwar weiter Beachtung, an ihre hohen Verkaufszahlen konnte die Band aber nicht anknüpfen. Der gesundheitlich begründete Ausstieg des Schlagzeugers Bill Berry hielt die Band nur kurz auf. Kompromisslos lieferten R.E.M. auch zu dritt weitere Alben, spielten mit Stilrichtungen, aber nahmen doch langsam Abschied von der großen Bühne. Michael Stipe, der einst Kunstgeschichte studiert hatte, veröffentlichte Fotobände und produzierte Filme. Die Band verkündete schließlich ihr Ende im Jahr 2011, was ihr den Respekt vieler einbrachte für ihre souveräne und integre Entscheidung, die ganz dem Geist der Band R.E.M. entsprach. Musikliste Chronic Town (EP, 1982): Gardening at night Murmur (1983): Radio Free Europe, Talk about the passion, Perfect Circle, Sitting Still Reckoning (1984): So. Central Rain, Camera Fables Of The Reconstuction (1985): Maps and legends, Driver 8, Green grow the rushes, Wendell Gee Lifes Rich Pageant (1986): Fall on me,…
R.E.M. (2)
OuvidoMit ihrem siebten Album „Out of Time“ beim Majorlabel Warner und den Hits „Losing My Religion“ und „Shiny Happy People“ erreichten sie weltweit Anerkennung und hohe Chartplätze. R.E.M. werden zu internationalen Rockstars. Michael Stipe entwickelt sich vom schüchternen Sänger zur charismatischen Bühnenpersönlichkeit. „Automatic For The People“ hieß das Album, mit dem R.E.M. Mitte der 1990er Jahre ihren Welterfolg noch ausbauen konnte. Große Konzerte auf monatelangen Tourneen zeigten dies eindrucksvoll. Die Band konnte und wollte aber nicht weiter Lieder zum Mitpfeifen und eingängige Balladen liefern, sondern künstlerisch vorankommen. Viele Fans waren enttäuscht, aber die Integrität der Band R.E.M. blieb gewahrt. Musikliste: Chronic Town (EP, 1982): Gardening at night Murmur (1983): Radio Free Europe, Talk about the passion, Perfect Circle, Sitting Still Reckoning (1984): So. Central Rain, Camera Fables Of The Reconstuction (1985): Maps and legends, Driver 8, Green grow the rushes, Wendell Gee Lifes Rich…